|

Nördlinger Ries Rundblick vom Wallerstein Bild vergrößern (C) 2010 Sternwarte Regensburg Markus Langlotz
Sternfreunde Regensburg auf Fortbildung im Nördlinger Ries
Am 08. Mai 2010 unternahmen fünfzig Mitglieder des Vereins der Freunde der Sternwarte Regensburg eine Exkursion, um die theoretischen Kenntnisse über die Geologie der Impaktkrater in die Praxis umzusetzen.
Die Idee wurde im Herbst 2009 geboren. Das Internationale Astronomische Jahr mit den vielen Veranstaltungen und den gewaltigen Herausforderungen konnte nur mit ungewöhnlich großem Engagement der Vereinsmitglieder bewältigt werden. Deshalb sollte im Frühjahr 2010 eine Fahrt unternommen werden, bei der sowohl das Hobby als auch die Geselligkeit im Mittelpunkt stehen sollten.
Die Frage nach dem Ziel war relativ schnell beantwortet. Aufgrund seiner positiven Erfahrungen schlug Wolfram Russ das Nördlinger Ries vor, und der gesamte Planungsstab war gleich damit einverstanden.
Schon in der Planungsphase war klar, dass so ein Tag für alle Beteiligten ein Erlebnis werden sollte, deshalb wurde überlegt, welche Orte der Reihe nach angefahren werden sollten.
Man war sich schnell einig, dass neben dem Rieskratermuseum und den Steinbrüchen auch noch eine Stippvisite bei Birkmeier/ Intercon Spacetec in Augsburg drin sein sollte.
Es wurde gleich erkannt: das wird ein volles Tagesprogramm!
Umso wichtiger war es, dieses Programm bis in das letzte Detail auszuarbeiten und genauso wichtig war es dann, den Zeitablauf exakt einzuhalten.
Am Freitag, 07. Mai 2010 hielt Andi einen sehr fachkundigen Vortrag zur Vorbereitung der Exkursion.
Dann ging es am 08.Mai 2010 um 08:00 Uhr morgens los. Die Stimmung war riesig, das Wetter wie bestellt. Gestartet wurde im Gewerbepark, Andi gab während der Fahrt Erklärungen zur Geschichte und Geologie des Nördlinger Rieses ab.
(C) 2010 Sternwarte Regensburg
Der erste Halt wurde bei Möttingen eingelegt, um einen ersten Blick auf den Kraterrand zu werfen. Bereits gegen 10:30 Uhr sind wir am Rieskratermuseum angekommen. Das Museum zeigt einmalige Zeugnisse der Impaktkrater aus der ganzen Welt und auch vom Mond.
Der „Rote Ochse“ in Nördlingen war aufgrund der guten Vorarbeit und der Erfahrung mit großen Reisegruppen sehr gut gerüstet und jeder der fünfzig Teilnehmer wurde innerhalb kürzester Zeit mit Trinken und Essen versorgt. Dank des guten Geschmacks der Testesser Andi, Jürgen und Rupert war die Auswahl von 15 Essen vielfältig und schmackhaft. Sie hatten auch bei einer Erkundungsfahrt die Ziele und die Reiseroute festgelegt. Das erwies sich als besonders wichtig, da der Bus auf geeignete Strecken angewiesen war.
(C) 2010 Sternwarte Regensburg
Der nächste Zielort, der Wallerstein bot als idealer Aussichtspunkt einen beeindruckenden Blick auf den Kraterrand, ein Erlebnis. Zu Erinnerung wurde ein Gruppenfoto gemacht.
Danach ging es über sehr schmale landwirtschaftliche Wege zu den Steinbrüchen.
(C) 2010 Sternwarte Regensburg
Steinbruch Lehberg bei Unterwilflingen – verschiedene Impaktgesteine auf einen Blick
(C) 2010 Sternwarte Regensburg
Suevitsteinbruch Altenbürg – "Schwabenstein" und Malmkalke
(C) 2010 Sternwarte Regensburg
Kalkschollen am Riegelberg / Ofnethöhlen
Die Details finden Sie im Exkursionsbericht
Unser Busfahrer Kay gab das Beste. Am Abend hasste er Straßen, die breiter als sein Bus waren.
Für jeden Beobachter im Verein ist der Besuch bei Birkmeier/ Intercon Spacetec in Augsburg Pflicht, deshalb war dieses Ziel fester Bestandteil des Programms.
Alternativ konnte der „Hirblinger Hof“ zur Einnahme einer kräftigen Brotzeit aufgesucht werden.
Nach einem langen und erlebnisreichen Tag machten wir uns pünktlich auf den Rückweg. Trotz teilweise müder Gesichter, war die Stimmung unübertroffen. Die Exkursion wird als absoluter Höhepunkt in die Vereinsgeschichte eingehen.
Um 21:34 Uhr, mit sagenhafter Verspätung von vier Minuten, sind wir wieder in Regensburg im Gewerbepark angekommen. Nur durch das disziplinierte Verhalten der Sternfreunde konnte der enge Zeitplan, trotz der stattlichen Anzahl an Stationen, eingehalten werden. Entsprechend fiel das Lob des Busfahrers aus, der nach seiner Aussage noch selten eine so interessante Reise unternommen hat.
Das Zusammenspiel im Vorstand funktionierte den ganzen Tag über lückenlos. Andi als Chefgeologe mit akribischer Vorbereitung und präzisen Erklärungen vor Ort, Jürgen als Cheforganisator, der sowohl bei den Vorbereitungen als auch am Tag des Ausflugs die Fäden in der Hand hielt, Rupert als exzellenter Reiseleiter und Fritz, der sich um die finanzielle Abwicklung kümmerte. Oberstes Ziel war es, die Exkursionsteilnehmer optimal zu betreuen.
Die gesteckten Ziele einer fachkundigen Fortbildung in Verbindung mit einem geselligen Ausflug wurden voll erreicht. Die Organisatoren und Helfer wurden mit einer tiefen Zufriedenheit der Reisegruppe belohnt.
Der Vorstand dankt allen, die bei der Vorbereitung und Durchführung der Exkursion mit Rat und Tat zur Seite standen und den zahlreichen Spendern, die diese Fortbildung entsprechend unterstützten.
Nach oben
|