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Der Mond verfinstert sich…

Was ist eine Mondfinsternis?

Im Gegensatz zu unserer Sonne leuchten der Mond und auch die Erde nicht aus eigener Kraft, sondern werden nur vom Licht der Sonne erhellt, d.h. wir können nur die Gebiete des Mondes sehen, auf denen gerade Tag herrscht. Die Mondphasen entstehen dadurch, daß wir im Zuge eines Mondumlaufs um die Erde unterschiedliche Anteile der Tagseite des Mondes zu sehen bekommen. Bei Neumond steht der Mond zwischen uns und der Sonne, wir blicken also auf die dunkle Nachtseite des Mondes und können ihn demnach nicht sehen. Bei Halbmond  steht er dann genau rechtwinklig zur Sonne; wir sehen jeweils die Hälfte der Tages- und der Nachtseite. Bei Vollmond schließlich steht die Erde zwischen Mond und Sonne, so daß der Mond von uns aus gesehen voll beleuchtet erscheint.

Müßte aber bei Vollmond der Schatten der Erde nicht genau den Mond treffen und ihn damit völlig unsichtbar werden lassen? Dürfte es also eigentlich gar keinen Vollmond geben? Im Prinzip ja, jedoch ist die Mondbahn um die Erde leicht geneigt, so daß der Vollmond meist über oder unter dem Schatten der Erde steht und dann genauso aussieht, wie ihn die meisten von uns wohl schon einmal gesehen haben. Alle paar Jahre aber kommt es tatsächlich vor, daß die Erde für einige Stunden genau zwischen Mond und Sonne steht, und der Mond damit wirklich vom Schatten der Erde verfinstert wird – so auch am 3. März.

Zunächst wird der Vollmond an diesem Abend aussehen wie immer. Ab 22 Uhr 30 aber kann ein aufmerksamer Beobachter feststellen, daß die Mondscheibe links unten dunkler wird – der Mond beginnt seine Bahn durch den Schatten der Erde. Die Verdunkelung wird sich immer weiter über die Scheibe ziehen, bis der Mond schließlich um 23 Uhr 44 völlig verfinstert sein wird.  Wer Geduld hat, wird dann ab 0 Uhr 58 das umgekehrte Schauspiel bewundern können: von links oben her wird der Mond wieder sichtbar werden, und um 2 Uhr 12 ist die Finsternis endgültig vorbei.

Übrigens wird der Mond zu keiner Zeit völlig schwarz werden, sondern immer in einem schwachen Dunkelrot sichtbar sein. Die Ursache dafür ist die Atmosphäre unserer Erde, die das Sonnenlicht bricht und einen Teil davon – überwiegend den roten Anteil - in den Schattenbereich hineinlenkt.

Als man den Himmel noch für ewig und unveränderlich hielt, war das plötzliche „Verschwinden“ des Mondes ein Schock für die Menschen und wurde allgemein für ein böses Omen oder gar ein Zeichen für das Ende der Welt gehalten. Trotz ihrer Unkenntnis über die wahren Bewegungen der Himmelskörper gelang es jedoch schon den Babyloniern und Griechen im 6. Jahrhundert vor Christus, ein System zur genauen Vorhersage von Finsternissen zu entwickeln – die sogenannten Saros-Zyklen.

Eine Sonnenfinsternis ist das genaue Gegenteil einer Mondfinsternis: der Mond steht genau zwischen der Sonne und der Erde und schiebt sich als schwarze Scheibe vor die Sonne. Während aber eine Mondfinsternis in Deutschland alle zwei bis vier Jahre vorkommt, sind Sonnenfinsternisse wesentlich seltener: wer die Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 verpaßt hat, braucht viel Geduld. Die nächste totale Sonnenfinsternis in Deutschland wird erst  am 3. September 2081 sein!

 

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